2018-02-13
Über die #MCB18: Wie Menschen und Technologien sich anpassen
#mcb18 Chamaleon: Should I adopt or should I adapt?

Videoflut. Social Bots. Sprachassistenten. Intelligente Computersysteme. Virtual, Augmented und Mixed Reality. 

Zu viel des Guten?

Netzüberlastungen und Denial-of-service-Attacken zeigen, dass sich Infrastrukturen nicht immer so schnell entwickeln, wie Technologien. Im Gegenteil: Aktuell ist die Veränderungsgeschwindigkeit oft höher als die Umsetzungsgeschwindigkeit. Und die Komplexität wächst. Digitale Entwicklungen überfordern mit ihrer Dynamik zunehmend auch Menschen, Unternehmen und Märkte. Akzeptanzlücken entstehen. Nicht selten fragen wir uns, ob sich digitale Angebote noch am Menschen orientieren oder der Mensch sich an der neuen Technologie.

Wer zuckt zuerst? Wer passt sich an? 

Diese Verhandlung gilt es auf verschiedenen Ebenen zu führen: 

Jeder von uns trifft individuell die Entscheidung, welchen Plattformen, Inhalten und Angeboten wir Aufmerksamkeit schenken, wie viel die Anbieter über uns wissen sollen und wie stark wir sie in unser Leben eingreifen lassen. Wie können wir neue Plattformen kompetent, also selbstbestimmt und reflektiert nutzen?
Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie ihre Geschäftsmodelle, Strategien, Formate oder Inhalte überdenken, anpassen oder sogar aufgeben müssen. Und auch Anbieter neuer Technologien fragen sich, wie es ihnen gelingt, auf Dauer am Markt akzeptiert zu werden. Welche Inhalte, Informationen und Geschichten werden die Menschen weiterhin erreichen? 
Markt, Politik und damit natürlich auch wir als Gesellschaft müssen entscheiden, welche Regeln und Verantwortlichkeiten für Plattformen, Medienangebote und Journalismus gelten sollen, welche Grundsätze oder Angebote wir fördern wollen und was für uns nicht akzeptabel ist. Wie können wir unter diesen neuen Voraussetzungen Vielfalt erhalten? Wie können wir Rahmenbedingungen schaffen, damit nationale und regionale Player mit ihren Angeboten und Dienstleistungen bestehen, sich refinanzieren und weiterentwickeln können?
Halten wir es aus? Wir müssen!

Klar ist: Wir befinden uns in einer Phase des Übergangs, eng verbunden mit einem Gefühl der Unsicherheit. Manch alte Geschäftsmodelle, Formate und Prozesse werden obsolet, sind überholt. Gleichzeitig sind die neuen noch nicht etabliert und akzeptiert, zum Teil noch nicht mal erprobt. Wir müssen lernen, mit der Unsicherheit umzugehen. Nur so haben Anpassungen Zeit zu wirken, zu reifen, sich im Prozess neu aufzustellen. Nur so kann sich Neues entwickeln. 

Übernahme oder Anpassung?

Der Übergang stellt hohe Anforderungen an die Einzelnen, an die Gesellschaft, an Unternehmen und Märkte, an Politik und Regulierung. Hohe Innovationsgeschwindigkeit erfordert kontinuierliche Anpassungen. Was passiert, wenn Technologien immer menschenähnlicher werden und näher an uns heranrücken? 

In diesem Spannungsfeld ist es nicht damit getan, die neuesten Trends und Technologien aus dem Silicon Valley zu kopieren, es gilt vielmehr die Mechanismen und Methoden dahinter zu verstehen. Nur wenn wir Mechanismen durchschauen und passende Methoden im Umgang mit ihnen finden, gelingt es, Komplexität und Unsicherheit auszuhalten, Anpassung zu gestalten und Akzeptanz zu fördern.

Auf diesem Weg ist die MEDIA CONVENTION Berlin Kompass und Begleiter – sozusagen ein Adapter zwischen den Welten. Mit Methoden, Einblicken und Erfahrungen hilft sie der Medienbranche und ihren Protagonistinnen und Protagonisten bei der Anpassung an das Neue und verhandelt mit Plattformen, Politik und Regulierung. Seien Sie dabei, wenn wir im Mai 2018 erkunden, wie Technologien und Menschen sich anpassen.